„Rüber gemacht“

Aus aktuellem Anlass schreibe ich heute ein paar ganz persönliche Gedankenfetzen.

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Noch lange vor der Öffnung der Grenzen sind Freunde, Bekannte und unzählige Andere über einen Ausreiseantrag in den “ Westen “ gegangen.

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Sie waren “ Rüber gemacht „.

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Ganz legal war ich 1991  der erste “ Ostimport “ in der Rheumaklinik in Baden Baden.

Am Frühstückstisch wurde ich von einem älteren Herrn gefragt, ob es bei uns auch Semmeln zu essen gab.

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Mit 20 DM besuchte ich mit einer Reihe anderer Patienten das berühmte Casino ( das kann man auch am frühen Abend )

Mit diesen 20 DM bin ich wieder hinaus gegangen. Ich hatte immer auf schwarz und rot gesetzt und am Ende nichts verloren . ( Es hätte mir auch sehr weh getan ).

Gut so, denn ich wollte sparen, für den Gürtel in einem Schaufenster einer Nobelbuticke 🙂 Dieser kostete 1865,95 DM.

Hat dann doch nicht ganz gereicht…..

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Bis zur Wende hatte ich kein schlechtes Leben.  Konnte Lernen, Studieren, musste nicht in die Partei eintreten und durfte meine Kinder Konfirmieren lassen.

Fuhr nach langer Bestell –  und Wartezeit einen Trabant in Saharabeige ( Gletscherblau gab es auch ).

Von meinem ersten Lohn ,  520.- Mark , kaufte ich mir einen Rock für 250.- Mark in einem Exquisitgeschäft, das musste einfach sein !  Der passt noch und wurde nie unmodern.

Ich hatte keinen Mangel erlitten. Es hat immer für alles gereicht.

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Ich bin froh, dass es zur Wiedervereinigung kam .

Das sagte ich auch gestern meinen Mann, denn sonst hätten wir uns nicht kennengelernt.

Darauf sagte er : Doch ! Er hätte mich auf alle Fälle gefunden,  – er wäre dann einfach

“ Rüber gemacht “ !!!

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Weben – Bangen und Hoffen

Andere haben ihr Bestes gegeben ( Schärrahmen, Reedekamm ) und nun wollte ich das auch.

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Jetzt bin ich einigermaßen geläutert.

Zuerst wählte ich freudig die Farben aus. Rechnete für eine Breite von 60 cm die Menge der Fadenzahl aus und fing an, die Kette zu schären.

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Mit Unterbrechung brauchte ich dazu vier Stunden !

Jetzt habe ich Rücken… Dermaßen !

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Schon während der Arbeit stiegen Zweifel in mir hoch; Die Fäden sind wirklich dünn, ähm – sehr dünn… !

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Der Gatterkamm hat 4 Reed pro cm . Das ist wohl eher was für  Wolle… 😦

So habe ich erst mal eine Denkpause eingelegt ( das hätte ich vorher machen sollen ! )

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Einen kleinen verzweifelten Hoffnungsschimmer gibt es ; Ich werde die Fäden doppelt nehmen.

Das gibt dann 30 cm  🙂

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Wenn aus allem nichts wird, der Rücken wieder mitmacht und ich dickere Wolle habe, fange ich von vorne an.

Der Weg ist das Ziel !

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Ich werde mich weiterhin darum schären , eine Kette zu schären, bevor es zu einer unerwünschten

 “ Beschärung “  🙂  kommt.

100.000 Sterne

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wären wenig, wenn man bedenkt wie groß das Himmelszelt ist.

100.000 Klicks hier auf dem Blog nehme ich  zum Anlass , die vergangenen drei Jahre und 5 Monate Revue passieren zu lassen.

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Der erste Eintrag entstand nur, weil ich meinte, ein Blog zu brauchen, um sich an der Filzzauberschule beteiligen zu können. ( Braucht man aber nicht .)

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( Nicht aufgenäht – eingefilzt  🙂   )

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Durch diese Teilnahme lernte ich viele begeisterte Filzerinnen kennen und gleichzeitig den Umgang mit dieser Computer- Technik 🙂

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Freundschaften entwickelten sich, Neugier wurde geweckt, Wissen vertieft und das Staunen neu gelernt.

Wie oft bleibt mir beim Stöbern in den Blogs der Mund offen stehen, ob der großartigen, einzigartigen, kreativen Arbeiten, die dort gezeigt werden.

Was für eine Leistung !

Während einer Reha sagte eine Tischnachbarin zu mir, – “ Die solche Blogs schreiben, leiden unter einer Profilneurose“.

Das ging mir lange durch den Kopf.

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Abschließend kann ich aber für mich sagen, es macht Spaß, immer noch ! Ja es ist auch ein Ansporn, die Dinge die ich gerne tue, zu zeigen. Vieles verliefe ohne Beachtung ( meine Beachtung ) im Sand und es diszipliniert auch, Arbeiten zu ende zu bringen, die gut anfingen.

Barbara von Faserträume beschrieb es so : “ Nicht beweisen sondern teilen „

So will ich es auch künftig halten.

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Für eure Treue durch Kommentare und „gefällt mir “ , danke ich euch. Es ist mir immer eine Freude !

Ab jetzt beginnt eine Verlosung .

Wer bis zur 100111 hier einen Kommentar hinterlässt, gewinnt ein kleines Dankeschön .

(Die Gewinner werden durch das Losverfahren ermittelt.)

Viel Glück !

1. Ein Stern

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2.Ein Engel

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3.Ein Armreifen

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4.Ein Schaf

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5. Eine Mohnblüte

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( Entschuldigung hatte diesen Eintrag ausversehen gestern Nacht gelöscht, nun ist er wieder da )

🙂

Der Schutzschirm

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Ein Gespräch mit einem Freund, der mit seiner Familie vor Jahren aus Nowokusnezk nach Deutschland zog, kommt mir immer wieder in den Sinn.

Als seine Mutter weit weg von seinem heutigen Wohnort, zu Hause im fernen Sibirien starb,

sagte er – es sei,

als wäre ein Schirm zusammengeklappt ( er sprach damals wenig deutsch ) Aber diese Worte waren so eindrücklich und bedürfen keiner weiteren Worte.

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Für alle, die einen Schirm brauchen und sei es nur in dieser Symbolik, entstand mein Schutzschirm.

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Der untere Schirm, ursprünglich im Besitz einer Dame, ist liebevoll von meiner Nachbarin aufbewahrt worden .

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Sie schenkte ihn mir, für meine Arbeit. Danke Christa !

Diesen Schutzschirm werde ich mit auf Ausstellungen nehmen und wie ich ihn dort verwende, zeige ich wenn es soweit ist.

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1. Mai 2015

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Heute vor zwei Jahren, hatte mein Mann einen schweren Unfall.

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Beim Putzen des Motorrades fiel dieses aus unerklärlichen Gründen mit seinem ganzen Gewicht auf sein linkes Bein.

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Es folgten mehrere Operationen, ein dreiviertel Jahr Pflegebett und viele schwere Stunden und Tage.

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Mein Mann fährt sein Leben lang schon Motorrad es ist eine Leidenschaft, wie für andere Radfahren, Schwimmen, Fliegen, Fußball .

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Gefahren ist er schon einige male, doch heute mit besonderen Gedanken.

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Wir sind sehr glücklich.

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Kleingläubig

Gestern wurde Rudi kastriert.

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Wir haben es immer wieder hinausgeschoben, weil es widersprüchliche Meinungen gab.

So einfach ist das nicht, einen unversehrtes Tier unter das Messer zu legen.

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Rudi ist in erster Linie ein liebenswerter Hund. Im Haus ein Charmeur , draußen voller ungebremster Leidenschaft. Wenn er unbedingt wo hin will, kann er auch den stärksten Mann, der an der Leine hängt, ins Verderben zerren.

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Wirklich jeder Grashalm oder Maulwurfhügel muss markiert werden. Er ist ein Athlet und im besten Hundealter. Labradore können ziemlich behäbig und dick werden, weil sie kurz nach dem Fressen schon wieder vergessen , dass sie gefressen haben. Staubsauger ähnlich ziehen sie alles rein, was geht.

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Pilze eher nicht 🙂

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Pilz Eis – die neue Eiskreation

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Pilz-Eis  mit  Grünspan

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Rudi ist eher ein zierlicher Rüde, aber kraftvoll.

Wir erhoffen uns, dass dieses Machogehabe aufhört und er leichter führ bar wird.

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Nachbars Ponys ohne Leine   🙂

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Vor dem OP Termin bittet und fleht man sehr, dass alles gut gehen möge und merkt, wie wenig Einfluss man doch hat. Man gibt ab, in die Hände der Ärztin und bittet auch für sie.

Ziemlich stümperhaft, weil die Gedanken fliegen.

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Das Danken fällt dagegen recht knapp aus. Stoßgebet ähnlich – Erleichterung.

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Rudi geht es gut. Er konnte viel schlafen und heute schon wieder mit Begeisterung Fressen und Betteln ( Er muss jetzt nachholen, was er gestern versäumt hat 🙂

Gassi gehen mit Freude am Schnee – alles schon wieder möglich.

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Wir hoffen, dass sich keine Entzündung einstellt, denn auch das ist möglich.

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Zum Schluss noch ein Garn,  – weil

Spinnen tut der Seele gut.

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Navajo verzwirnt 100g/ 130m

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 Die nächsten 100 g sind schon in Arbeit. Im Ergebnis soll es dann wieder ein Schal werden. 🙂

Im Fichten-Dickicht …

….das war mein erster Gedanke, als der Schal so am entstehen war.

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Wer den Erzgebirgswald kennt, der weiß, dass dort haufenweise Fichten stehen.

Miriquidi   – dunkler Wald

http://de.wikipedia.org/wiki/Miriquidi

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Als Jugendliche nahm ich auch wahr, dass die Wälder einer Mondlandschaft ähnelten . Das lag aber an den vielen Kohlekraftwerken, die auf  der tschechoslowakischen Seite  des Erzgebirges ungefiltert Abgase  bei besonders gutem Wind abließen…

Damals hatte ich ein Foto davon gemacht und unter anderen Bildern  in einer Arztpraxis ausstellen dürfen.

Was macht es mit den Menschen, wenn schon die Bäume…

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Es standen nur noch Stümpfe, keine Nadeln kein Maiwuchs…

Heute ist der Wald gesund , – manchmal dunkel – mystisch , auch hoffnungsvoll mit viel Maiwuchs .

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Sogar Käfer gibt es wieder…

Damit das nicht ganz so düster endet  ein Bild das strahlt.

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Manchmal werden Träume wahr

Protokoll eines Tages, mitten aus dem Leben gegriffen.

Apfelmarkt

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Ich hatte einen intensiven Traum in der Nacht zum Sonntag. Nicht ohne Grund, denn die ganze Zeit stellte ich mir die Frage, ist ein Standort

im

Kaffee des Marktes richtig ?

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Wetter und meine gesundheitliche Situation zwingen mich immer, vernünftig zu sein.

Angekommen an einem wunderschönen Sonntagmorgen, inspizierte ich den für mich vorgesehenen Platz.

Klasse ! Schöne Gegebenheiten.

Den kurzfristigen Gedanken, doch im Freien aufzubauen, sind wir ( mein Mann und ich ) nicht nachgegangen.

Mit meinem Stand war ich zufrieden.

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Es blieb nun Zeit, die anderen Stände zu bewundern. Alles ist schön eingebunden in die Landschaft des Goldenstedter Moor.

12.45 Uhr schreibe ich auf einen Zettel

???????

Sitze hier, wie eine Blöde und frage mich, was soll ich hier ?

Nutze ich die Zeit zum Ausruhen an einem anderen Ort als zu Hause !

Gelassenheit sieht anders aus.

Bin frustriert!

Halte ich das aus bis 17 Uhr ?

….Es muss sich viel ändern, so geht das nicht weiter.

Das werde ich auch noch überstehen.

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14.30 Uhr das Kaffee füllt sich.

Alle haben schon abgeschlossen und streben dem Kuchenbuffet zu.

Blökende vom Stuhl kippende Kinder, unbeholfene Eltern. Geschrei und Wirrwarr –

Ich packe 15 Uhr meine Kram zusammen.

Ja, manchmal werden Träume wahr.

Gestern ging es mir schlecht. Heute schon wieder besser.

Warum schreibe ich das ; macht den Fehler nicht separat zu stehen nur weil es komfortabler scheint.

 Mittendrin ist am Besten.

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Bauernmarkt, oder wenn ich einen Bratwurststand hätte

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…. hätte ich es dann einfacher ?

Das frage ich mich manchmal, wenn ich in den Vorbereitungen zu einem Markt bin, während des Markttreibens und erst recht, wenn alles wieder verstaut werden muss, für das nächste Mal.

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Hätte ich einen Würstelstand

wäre es klar;  alle haben Appetit , so ein Würstel geht immer und sie stehen bei mir Schlange.

Aaaaber halt !

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Mein Mann hat mich aufgeklärt 😉 . So einfach ist das auch nicht.

Ein Verkaufswagen, Kühlgeräte, Mengenkalkulation, Gerätschaften, Pappteller u.s.w.

Noch dazu Hygienevorschriften !

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Es ist wie mit allen Dingen, erst wenn man es selber gemacht hat, kann man es bewerten .

Leicht ist nichts.

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Alle die mit  dieser Thematik vertraut sind, wissen was ich meine.

Steht der Aufwand zum Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis. Lügt man sich da ein bisschen in die eigene Tasche.

Richtig rechnen sollte man da schnell verlernt haben.

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Wenn ich jetzt ein Fazit ziehen soll , komme ich zu dem Ergebnis :

Ich werde es wieder tu´n , denn wenn die Leute erstaunt und interessiert sind , sich zum Kauf entschließen und dann glücklich nach Hause ziehen, ist das immer wieder schön.

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Eine sooo schöne Begebenheit, die mich hat sprachlos werden lassen war:

Gwen stand plötzlich an meinem Stand und sagte “ Hallo Angela „.

Wir “ kennen“ uns nur per Internet und sie reiste 100 km weit , um mal nach dem Rechten zu schau´n 😉

Von diesem Eindruck bin ich immer noch beseelt.

Bilder zum Markt gibt es von mir keine. Ich hatte alle Hände voll zu tun.

Aber ich hatte ja versprochen zu zeigen, was aus der Nunofilzgeschichte geworden ist.

Taschen, beidseitig zu tragen

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