Leise

Sehr leise ist es nebenan geworden.

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Nebenan leben jedes Jahr aufs neue, ein halbes Jahr lang ( viel zu kurz ) Gänse.

Dieses Jahr waren es sechs.

Besonders friedfertig – eine harmonische Schar.

Eigentlich ist die Rasenfläche für sechs Tiere schon zu klein, noch dazu hatte es sehr wenig geregnet und das Gras war längst gerupft.

Dann kam vor ca. 8 Wochen die Vogelgrippe . Vogelgrippe ? oder hausgemachte Epidemien ?

Kurzerhand wurden in einigen Ställen, in denen das Virus nachgewiesen wurde zig tausend Geflügeltiere

„gekeult“.

Die Gänse von nebenan verbrachten den Rest ihrer Zeit, bis heute morgen im kleinen Stall.

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Jeden Tag ging ich mit unserem Hund Rudi dort vorbei und hoffte inständig, dass man sie erlöst.

Was war das noch für ein Leben ? ! Kein fröhliches Schnattern, keine Flugversuche mit ausgebreiteten Flügeln, keine Gefiederpflege. Nur noch Mast für die paar Gramm Fleisch.

Sie waren so herrlich weiss ,  so rein…

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Sie waren friedfertig auch auf kleinstem Raum, bis zuletzt.

Ich bin sehr, sehr traurig.

Einen kleinen Engel hab ich gefilzt.

“ Gänselieschen – Engel „

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4 Antworten zu “Leise

  1. ich hatte 4.24min Zeit, die Augen zu trocknen und nachzudenken: mir fällt nur eine Lösung für dieses alljährliche Dilemma, bzw. dagegen ein: wir kaufen alle Gänse und pachten das Wieslein – ich nehme eine Gans und die anteilige Pacht, als Ertrag hätte ich dann gerne mal ein Gänseei. Wollen wir das wagen? Macht noch jemand mit? Wer wird Gänseliesel? Es fällt mir jetzt schwer, ein fröhliches Weihnachten zu wünschen, aber wann, wenn nicht jetzt, passieren „Wunder“
    Frohe Weihnachten! Anja

  2. Eine berührende Geschichte, liebe Angela, es ist schrecklich, was wir den Viechern antun. Bin zwar kein Vegetarier, aber die Massenhaltung, -tötungen aufgrund irgendwelcher Seuchen und der Überbevölkerung sind für mich kaum auszuhalten. Frohes Fest trotz allem und danke für den Engel 🙂

  3. So geht das, wenn der Profit wichtig ist. Aber alle sind ja so glücklich, wenn sie ein Stück Fleisch günstig ergattern. Es nervt mich, dass das Fleisch vor Weihnachten mit grossen Discount-Preisen angeboten wird.

    Allerdings bin ich keine Freundin von dieser „Konsumenten-bestimmen-was-in-die-Läden-kommt-Idee“. Da müssen Gesetze her.

    Bei uns hat sich die Vogelgrippe zum Glück nicht ausgebreitet, so dass ich meine Hühenrschar schon nach wenigen Tagen wieder frei laufen lassen konnte. Es gefällt ihnen sogar im gedeckten Auslauf nicht und sie brechen immer aus. Keine Ahnung wo. Mein Hühner landen auch nicht auf dem Weihnachtsteller.

    Liebe Grüsse von Regula

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