Rudi

Vor reichlich zwölf Jahren ist Rudi in unser Leben gestürmt.

Am Dienstag ist er leise von dieser Erde gegangen.

Wir sind sehr traurig.

Gelähmt

Es war eine tiefe Freundschaft . Für immer in unserem Herzen und allgegenwärtig.

Auf der Suche

*

Da ich mir selber auch hin und wieder die Frage stelle, “ Warum schreibe ich ein Blog “ ? , fragte ich das dann auch meinen Mann.

Er sagte kurz und knapp,

– weil man auf der Suche sei.

Ja, das klingt für mich plausibel !

Nun gäbe es ja die Möglichkeit, all die Gedanken in ein Büchlein zu schreiben und unter das Kopfkissen zu legen.

*

*

Aber es geht um mehr

Das könnte sein, rückblickend nach zu schauen und zu lesen, was man all die Jahre so getrieben hat.

Was uns gefreut und zur Verzweiflung gebracht hat.

Braucht es dazu ein Blog ?

Es gibt Menschen, die halten nichts von Fotografie, – sie tragen die Bilder im Herzen und erinnern sie auch ohne Vorlage.

*

Da ich sehr gerne fotografiere, habe ich eine ganze Menge Fotos in der Mediathek. Mittlerweile greife ich gern darauf zurück.

Wenn es um eine Sache geht, etwas neues Handwerkliches, dann gibt`s ein Foto.

Jetzt geht es um den

Austausch

Das ist das Spannende, – Inspirationen bekommen und welche geben.

Ein Blog lebt unter anderem vom Feedback.

Oft hatte ich beim Lesen ein AHA Erlebnis !

Der Gewinn an Information, noch dazu schön verpackt ist enorm.

( Was man alles NICHT weiß ! )

*

Man ist also auf der Suche,

– nach sich selbst ?

nach Information ?

nach anderen Lebensmustern ?

nach Gleichgesinnten ?

Alles virtuell, nicht leibhaftig !

*

*

Freundschaften entstehen , temporär oder dauerhaft. Alles Mosaiksteinchen im Leben.

*

Das geschriebene Wort kann oft zu Missverständnissen führen.

Man hat kaum Möglichkeiten diese aus der Welt zu räumen, es steht ja da schwarz auf weiß . Im Gespräch ist Versöhnung möglich, wenn man will !

*

Das Schreiben im Blog kann reales Leben nicht ersetzen, – bestenfalls ergänzen.

In einem sehr frühen Beitrag ging ich schon mal darauf ein, – denn mir wurde gesagt, dass man unter einer

Profilneurose

leide, wenn man bloggt…

Solche Aussagen sitzen !!!

Wenn ich blogge, nehme ich meine Gedanken zusammen, und dass kann so verkehrt ja nicht sein !

Jetzt ist mein Speicherkontingent hier ,so gut wie aufgebraucht. Müsste in einen Bezahltarif wechseln. Das überlege ich noch. Oder ich fange neu an. Eventuell mit

allesgewollt 1

*

Heute auch wieder im Austausch bei Andrea Karminrot.

Weben im Saori Stil

*

Extra dafür gibt es einen Saori – Webstuhl. Dieser ist flexibel, klein und zusammenklappbar. Die Kettfäden kann man ganz komfortabel schon als Kettbaum im Internet bestellen. Die Fäden sind schwarz.

Wer interessiert ist kann dazu viele, sehr schöne , in diesem Stil gewebten Unikate sehen.

*

Unikate

sind es in jedem Fall. Keins ist wie das Andere.

Man webt fast ohne Plan. Aber ich sage fast,- weil ein bestimmter Fluss, ein gezielter Materialeinsatz , der Größe des Webstückes angepasst werden.

Wenn also der Rest Lieblingswolle dann plötzlich alle ist, muss man umorientieren. So FREI bin ich also doch nicht, weil ich bestimmte Vorstellungen vom Endprodukt habe.

Lustorientierte weben drauf los und werden nicht enttäuscht.

Das steht fest !

Da ich keinen Saori – Webstuhl habe und die Kettfäden aus vorhandenen Restgarnen entstand, verwebte ich alles was gerade da war und nicht nur in Leinenbindung sondern auch Köper ( Webmütze / kleine Tasche ).

*

Die Mütze hat mir richtig viel Spaß gemacht und ruck zuck, war sie aus dem Haus .

*

An die große Tasche ( Saori Stil ), hatte ich zuerst Lederhenkel genäht. Diese waren so störrisch, dass ich sie durch gefilzte Henkel ersetzte.

Im Inneren der Henkel befindet sich Wäscheleine. Alles schön mit Leinengarn umnäht, gefällt es mir schon viel besser.

Taschenfutter

aus Mangeltuch ( Leinen )

Zwei Innenfächer für den ganzen Kram und ein großes Fach für die Kartoffeln .

🙂

Das Gewebe wurde mit einem Bügelflies gestärkt – gibt mehr Stand.

*

Das Schaf

*

Das Radio ist für mich ganz wichtig.

So kann ich mir den Sender und die Themen aussuchen und kann dabei andere Dinge erledigen.

Außerdem haben wir seit über 10 Jahren keinen Fernseher mehr.

🙂

Bevorzugt höre ich einen Sender ( südliches Bundesland / davon den zweiten ).

( als Podcast nachzuhören )

In einer Serie rund um das Schaf, wurde die religiöse Bedeutung des Schafes beleuchtet.

(Alle großen Weltreligionen).

*

Alles was dazu in unserem Kulturkreis von Bedeutung ist steht im

Psalm 23

Mir geht es hier nicht um Missionierung !

sondern um

ein Schaf , wie du und ich

Das die Beschäftigung mit Schafwolle mich so anhaltend zu frieden stellt, hätte ich am Anfang nicht gedacht.

Merke gerade, dass mir nicht die rechten Worte einfallen, um nur annähernd zu beschreiben, von welcher Bedeutung mir das Handwerken in ganz unterschiedlichen Techniken ist.

*

Schafe können sich Gesichter merken – sehr lange ! Allerdings auch die von ihren Peinigern…

Hier ist Vertrauen da.

*

*

Eine von vielen Überraschungen, die man erlebt ist :

Wie weiß die Wolle nach dem Waschen werden kann. Unglaublich !

Wie weich die Wolle werden kann wenn man sie kämmt ( kardiert ) !

Wie sich Locken, auch nach strengstem Filzprozess noch „erinnern“, dass sie sich kringeln können.

*

*

*

*

Über den Lockenkragen “ Sibirischer Winter „ schreibe ich ein anderes mal.

*

Gern heute auch wieder beim Samstagsplausch

Falten

Nein ! nicht was ihr denkt !

*

*

Falten bekommt man irgendwann, früher oder später. Im besten Fall sind es

Lachfalten

🙂

Nun gibt es diverse Möglichkeiten, sie abzuschwächen.

Schummriges Licht, – einfach die Gardine zuziehen. Porträts mit ordentlich Abstand machen , bestenfalls im Gegenlicht. Jaaa ! – was der Hobbyfotograf schon wusste 🙂

*

Aber hier geht es um ganz andere Falten. Rock – Falten

FALTENROCK

Der Simple Schnitt von Frau Bahnwärterin hat es mir angetan und so ging ich am Wochenende ans Werk.

Ich musste einen Bettbezug zerschneiden, weil mir Stoff-Art und Farbe und Muster gefielen. Außerdem kann ich nicht warten, wenn der Gedanke schon mal gefasst ist.

Der Schnitt hat Suchtpotenzial.

Alles dazu am Besten bei der Bahnwärterin ausführlich begutachten und lesen.

*

*

*

*

Mit einem Janker Jäckchen kann man das Sommerkleid gut in den Herbst hinüber retten.

*

*

Obwohl es noch nicht ganz fertig ist, – die Beuteltaschen müssen noch in die Seitennaht und evtl. das Schleifchen aufs Vorderteil, hab ich es heute schon ausgeführt.

Dem Mann gefällts ( mir auch )

Ach so,- die Lichterkette war auch schon unter freiem Nachthimmel.

*

Handmade

Von Hand gefertigt

*

In diesen Zeiten

Andere Zeiten ? Besondere Zeiten ? Unsichere Zeiten ?

…. sind Handwerker relativ gefestigt. Was kann schon passieren, – man hat immer was zu tun !

Kleinere und größere Projekte , geplant ausgetüftelt und ausgeführt bringen die Gedanken ins Lot und die Zeit ist sinnvoll , freudvoll , hoffnungsvoll gefüllt.

*

Zuversichtlich arbeitet man dem Ziel entgegen

*

*

*

*

Märkte, Ausstellungen

groß oder klein und gediegen, sind Impulsgeber und Kraftquelle für den

Hand – Werker.

Gerade diese Märkte, dürfen nicht stattfinden.

( Ein großes Konzert mit zausenden Fans, dagegen schon. Natürlich können Konzerte Balsam für die Seele sein – auch nachhaltig, aber man ist eher passiv dabei )

*

Es ist einfach schade, dass all diese HERZBLUT – HANDMADS in die Kiste verschwinden und auf den Tag X warten, um irgendwann in der Öffentlichkeit neu BEGRIFFEN zu werden.

*

Ich denke dabei auch an die vielen Künstler und ein Mann Betriebe, die ihre Kunst fast bis vor die Haustür bringen .

Die nicht so mobilen, schwachen Leute haben die Möglichkeit daran zu partizipieren. Das Freizeit Angebot wird erweitert. Geistige Inhalte werden weiter gegeben ( VHS )und lange Winter dadurch überbrückt.

Flohmärkte dienen zum Warenaustausch, durchaus auch um Notwendiges günstig zu erwerben. ( Neuster Armutsbericht , heute in den Medien zu lesen oder hören )

Der Wert all dieser Dinge ist nicht mit Geld zu bezahlen. Oft wird man beim Anschauen der feilgebotenen Kostbarkeiten aufs Feinste berührt.

Worüber reden wir also ?

Kleingewerbetreibenden wird es schwer, bis unmöglich gemacht, durch verschärfte Regeln wenigstens ein bisschen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Für großes Geld ist scheinbar alles egal und vieles möglich !

Gefundenes, Getauschtes, Liebenswertes

*

*

*

*

*

Hier hat es auch viel Auswahl gegeben

Nach langer Zeit wieder bei Andrea zum Samstagsplausch.

Wespentaille

habe ich leider nicht 😦

*

Bin mir nicht sicher, – ist das vielleicht eine Hummel ?

Dann kommen wir der Sache schon etwas näher.

*

Nachts, wenn alles schläft ….

Suche ich Stoff und finde ein Gewebe…

🙂

Halb Panama ( ein Kettfaden , zwei Schussfäden ), – ziemlich stabil , aber schön in der Farbe und in der Musterung. Als Überwurf für ein Bett , hatte ich es im Frühjahr genäht. Aber es gefiel mir dort nicht.

So nähte ich ein Kleid daraus.

( Der Schnitt ist exklusiv bei der Bahnwärterin zu bekommen ( Blog ) !

Dort zeigt sie wie vielfältig und universell dieser Schnitt ist und wunderschöne Kleider entstehen.

*

*

Den passenden Gürtel habe ich verzweifelt gesucht ! Ich hatte ihn mit ungefähr sechs weiteren Gürtel( n) bei einem Fieranten auf einem Markt anlässlich einer Kirchweih in Niederbayern ( Bayrischer Wald ) gekauft.

*

Das geschulte Auge erkennt sofort, dass ich noch ein Loch reinstechen musste…

*

Für die BH Träger Halter trennte ich von einem anderen Kleid Druckknöpfchen ab. Leider drücken die Knöpfchen nicht mehr.

Da muss ich neue organisieren.

*

Dazu würde dann ein Sonnenhut und die kleine Brottasche passen.

*

*

PS.: – da wo ich herkomme, sagte man als Kind zur Brottasche BROTSCH ❤

*

*

Den Schnitt werde ich wieder verwenden, dann allerdings dünneren Stoff wählen.

( Die Küchengardine aus leichter Baumwolle wäre gut geeignet )

🙂

Lampions

Die bunten aus Papier gefallen mir am besten.

Mit Wolle geht auch einiges. Und so kam ich beim Lichterkettenprojekt

vom rechten Weg ab 🙂

*

Vor einem Weihnachten kam die Idee, kleine Zapfen zu filzen.

*

Und kurz vor einem Sommer, kam die Idee

Lampions zu filzen

*

Die Lichterkette war in groben Zügen fertig , da fiel mir das alles wieder ein 🙂

*

Doch nun zur Lichterkette

*

Aus der Grundform ( Hohlkörper Kreis ) lassen sich sehr viele Formen ableiten.

Kurze Bilderfolge

*

*

Bei den Kleinen Zapfen kam ich wieder vom rechten Weg ab .

Könnte ja auch was ganz anderes werden…

🙂

*

*

*

Zusammenfassung

Es regnet und die Lichterkette kann noch nicht nach draußen (:

Aber über einen Paravent ( von einem Nordeuropäischen Möbelmarkt ) , der mir auf vielen Ausstellungen ein Standplatz Optimierer war, macht sich das auch ganz gut.

*

Dem Vögelchen gefällts, mir auch

🙂

*

*

*

Lichterkette

*

Zwetschgenkuchen / Klappe / die Erste

*

*

Der Kuchen hat sich vorgedrängelt ; aber jetzt zur Lichterkette.

Die kleinen Filzkuchen habe ich mit Waliser Schwarznasen Wolle “ „gebacken“.

Anschließend mit Maulbeerseide belegt.

Daraus werden kleine Lampions.

*

*

Es gibt 50 Lämpchen !!!

Nun kommen noch kleine und große Blüten dazu.

*

*

Und dann war es plötzlich schon dunkel und die Lichterkette noch lange nicht fertig.

Fortsetzung folgt.

*

*

Meeresbrise

Die Entstehungsgeschichte eines Gewebes

Als wir noch in Norddeutschland lebten, besuchten wir in einem kleinen Dorf, direkt an der Nordsee einen Wollmarkt. Von dort brachte ich das schöne Garn mit nach Hause. Leider nur einen Strang, denn manchmal bin ich ein bisschen geizig – und einen konkreten Plan hatte ich nicht dafür.

*

*

Bei soo wenig Garn musste ich ganz schön rechnen, – wie lang und wie breit kann er werden, dass er am Ende nach etwas aussieht…

Es kamen noch ein Paar Farben dazu.

*

 

*

Sommerschal / gewebt

 

Nun das Kette schären

*

Wichtig dabei ist, auf das Fadenkreuz zu achten und vor dem Abheben der Kettfäden, den Strang abzubinden damit es nicht zu Verwirrungen 🙂 kommt.

*

*

Nun werden die Kettfäden gleichmäßig, von der Mitte aus über den Reedekamm aufgeteilt.

*

 *

Das Fadenkreuz ( rechts ) ist durch die beiden Stäbe gesichert. Beim Aufwickeln auf den Kettbaum , legt man Streifen von Packpapier ein, damit die Fäden plan liegen können.

*

*

*

Alle Fäden werden durch die Litzen gezogen, danach durch das Webblatt. Wenn das getan ist werden die Fäden am Warenbaum befestigt und

G ( K ) ruscht

eingewebt

🙂

*

Da die Fäden unterschiedlich dick waren und zum Teil sehr dünn, legte ich beim Aufwickeln auf den Warenbaum auch immer Papier unter das

Gewebe

*

*

Es ist ein Schal geworden, – und die Beschenkte hat sich sehr gefreut !

*

*